Im Sommer 1992 wechsteten wir vom Vereinsheim in der Ohlendorffer Straße in die Gaststätte "Gambrinus". Das Gambrinus lag nur wenige Meter entfernt von unserem Vereinsheim. Wir spielten in einem Hinterraum und wie gewohnt immer Freitagabends.

Nachdem uns der Wirt besseres Licht installiert hatte, konnten wir dort unsere internen und externen Spiele austragen. Wir waren damals noch 10 Mitgleider und stellten nur eine Mannschaft in der Bundesliga. Da einige Mitglieder nicht regelmäßig kommen konnten, haben wir beschlossen Tagesserien auszuspielen.  So wurde die Anwesendheit immer belohnt und man musste nicht immer auf einige Mitspieler warten, um eine neue Saison starten zu können. Am Ende der Saison wurde dann der Punktquotient ermittelt und der Beste wurde anschließend Meister.

Die erste Meisterschaft im "Gambrinus" holte sich Jens Foit vor José Manuel. Am Ende des Jahres konnte wieder mal Jens Foit den Jahrestitel gewinnen und Thomas Lachnitt wurde immerhin 2. 1993 änderten wir wieder unseren Modus und spielten die Serie mit Hin- und Rückrunde aus. Die ersten Beiden waren für Halbfinale qualifiziert und in der Vorrunde spielten dann der 3. - 6. und 4. - 5. Die Sieger spielten dann im Halfinale. Alles im "Best of three" und die erste Serie konnte so Sascha Wiesen gegen Jörg Rosenthal erringen. Drei Serien spielten wir im ersten Halbjahr in diesem Modus.

Auch im Pokal waren in diesem Jahr im Halbfinale. Ab dieser Saion wurde das Pokalhalbfinale an einem Ort ausgetragen. Es war diesmal in Jerze (Bockenem), also um die Ecke für uns. Der Gegner TFB Drispenstedt. Es war ein sehr umkämpftes Spiel mit dem unglücklichen Ausgang für uns. Wir verloren mit 15-17 Punkten. Auf dieser Verstaltung besprachen wir eine eventuelle SG mit Drispenstedt.

Die Saison 1993/94 wollten wir aber noch getrennt über die Bühne bringen, weil das Misstrauen dabei eine Rolle spielte. Also spielten wir ab dem Spätsommer 1993 in Drispenstedt bei Nachtigalls im Keller mit. Die mitspielenden TFG´er waren José Manuel, Thomas Dembny, Sascha Wiesen, Christian Schwarzbach und Jens Foit. Es lief auch alles gut, bis im Frühjahr 1994 das "interne Bundesligaspiel" anstand. Also Hildesheim - Drispenstedt. Wir haben dieses Spiel knapp verloren und nun meinte Dirk Kandziora (Clubchef in Drispenstedt) das mit der SG würde nicht so verlaufen, wie wir TFG´er es doch wollten. Wir wollten es ganz normal als SG Hildesheim/Drispenstedt.

Als wir ein klärendes Gespräch mit Drispenstedt auf einem Montagabend terminiert hatten, erschien komischerweise Dirk Kandziora nicht. Nach einem Telefonat mit Frank Nachtigall schien es so, dass Dirk Kandziora keinerlei Interesse mehr an einer SG hatte. Alle anderen im Verein sagten oder taten auch nichts. So gingen wir TFG´er und spielten weiter im "Gambrinus" weiter. In dieser Saison stiegen wir aus der Bundesliga ab und waren doch entschlossen den Verein weiter zu führen. So spielten wir mit vier Leuten das Jahr 1994 zu Ende. Für Sascha der beruflich nicht mehr Freitags kommen konnte, ist dann wieder Thomas Lachnitt eingesprungen.

Die TFG erstarke im Jahr 1995 wieder. Gleich in der ersten Saison des Jahres waren wir wieder 9 Mitglieder. Spieler wie Enrico Eckert, Jan Hahne, Dirk Sander, Sascha Wiesen und Marcus Socha kamen zur TFG zurück. Und im Sommer spielte auch Marcus Heymanns wieder für uns. So stellten wir wieder zwei Teams für die Saison 1995/96. Auch der Wiederaufstieg in die Bundesliga wurde in der Aufstiegsrunde in Göttingen klar gemacht. Die TFG geht jetzt noch einmal viele sehr gute Jahre entgegen. Intern beherrschte Marcus Socha das Geschehen und holte sich seinen ersten Jahrestitel. Ab jetzt wurden auch wieder Wiehnachtsfeiern und Sommerpartys geplant und auch realisiert. Nicht nur das Niveau war groß, sondern auch der Zusammenhalt war sehr gut.

Im Jahr 1995 spielten wir insgesamt 5 Serien aus, der interne Spielbetrieb lief wieder auf Hochtouren. Die wirkte sich auch extern auf die Teams aus. TFG I nutzte den Aufstiegsschwung und holte bis zur Winterpause 6-2 Punkte. Darunter Siege gegen Preußen Waltrop, Fortuna Düdinghausen und TFG Göttingen. Die neu gemeldete 2. Mannschaft marschierte sicher durch und stieg verlustpunktfrei in die Oberliga / Regionalliga auf. Bester Spieler der Liga wurde Marcus Heymanns. Im Herbst´95 fuhren wir mit 7 Mann nach Stuttgart zur DEM. Es war eine lustige Fahrt bei der Jens Foit am Ende den 3.Platz belegte und Marcus Socha 17. wurde.

Auch 1996 lief der Spielbetrieb sehr gut.

Die erste Mannschaft holte wichtige Siege gegen Westaufsteiger TKC Sprockhövel und einen wichtigen Sieg in Hirschlanden. Mit diesen zwei Siegen wurde die Play-Off-Teilnahme klar gemacht. Am Ende waren wir Vierter hauchdünn hinter Göttingen. So mussten wir gegen Concordia Lübeck ran. Die Play-Offs fanden in Düdinghausen statt. Bevor die Begegnung gegen Lübeck anfing bekam Jens Foit noch eine Trophäe als bester Bundesligaspieler überreicht. Die ganze Partie gegen Lübeck lief sehr ausgeglichen und eine Runde vor Schluss stand es auch 13-15 Punkte. Auf der einen Platte spielte Lachnitt gegen Kallies und auf der anderen M.Socha gegen Koch. Thomas hatte Kallies recht sicher im Griff, aber auf der anderen Platte war es sehr dramatisch. Da wir mit dem Torverhältnis etwas zurück lagen, musste Marcus gegen Koch gewinnen. Er schoss 40 Sekunden vor Schluss das 2:1 und der Jubel war groß. Doch ein Norman Koch ist nicht von ungefähr der erfolgreichste Spieler aller Zeiten. Eiskalt schießt er Marcus einen hohen Direkten ins Tor. Dann noch 15 Sekunden, doch leider stand es am Ende 16-16 Punkten und 4 Tore schlechter. José war an diesem Tag unser Bester mit 5-3, Marcus und Jens holten jeweils 4-4 und Thomas starke 3-5 Punkte. Trotzdem war es eins der besten TFG-Spiele und bei etwas Glück wäre mehr möglich gewesen.DEM 96Was aber sehr positiv war, die TFG kam in wenigen Jahre wieder in die Spitze Deutschlands und biss sich für einige Jahre oben fest. Die Mitgliederzahl lag bei 10 Spielern. Das interne Geschehen beherrschten Marcus als Jahresmeister und Jahrespokalsieger und José 3 mal in Folge Meister von fünf Meisterschaften. Während des Jahres 1995 verstärkte der Jerzer Marco Rühmann unser Team und sollte auch als 5. Mann in der ersten Mannschaft mitspielen. Sein erster Turnierauftritt für TFG was die DEM in Schöppenstedt, wobei er gleich den 11 Platz belegte. Marcus Socha wurde hier 8. Auf der SEM in Aalen belegte er einen guten 4.Platz.In der Saison 1996/97 ging es für die 1.Mannschaft bergauf und bergab. Nach guten Ergebnissen gegen Peine und Göttingen gab es wiederum Niederlagen gegen Aufsteiger Leck und Waltrop. Niederlagen gegen Lübeck und Fortuna Hamburg waren eingeplant. So hatten wir zwei wichtige Heimspiele in Grambrinus. Erst gegen TKC Hirschlanden II, wo Jens einen schwachen Auftritt hatte. Doch Marcus Heymanns holte seine erste 8-0 Punkte in der Bundesliga und wir gewannen. Gleich im Anschluss das Abstiegsspiel gegen Lokalmatador TFB Drispenstedt. Dieses Spiel lief sehr ausgeglichen und stand zum Schluss 14-14, dann die beiden letzten Partien. Jens – Grote und Marcus Socha gegen Kandziora. Jens lag zur Halbzeit 0:2 hinten und bog die Partie zum 4:2 um. Auf der anderen Platte war es ähnlich dramatisch, doch Marcus behielt die Oberhand und gewann. Für uns war es der sichere Klassenerhalt und für TFB Drispenstedt der sichere Abstieg. Da man überlegt, dass uns die Drispenstedter vor einigen Jahren noch ziemlich verarscht hatten, war bei allen eine gewisse Genugtuung zu verspüren. Nach diesem Sieg hatten wir sogar noch die Chance auf die Play-Offs. Nur ein Sieg gegen Hirschlanden I musste her. Das Problem war aber, wir waren fünf Mann im Team und alle wollten spielen. Bis dann Marcus Heymanns sagten er setzt freiwillig aus. In nachhinein war es ein Fehler, weil wir 15-17 verloren und leider Marco Rühmann einen rabenschwarzen Tag erlebte.

 

berlin 97

 

 

Das interne Geschehen beherrschte Jens Foit und holte sich den Jahresmeistertitel sowie alle Serien. Kanpp dahinter war Vorjahressieger Marcus Socha, der aber sich den Jahrespokal sichern konnte. Auf Turnieren gab es viele gute Platzierungen, wobei der 2.Platz von Jens bei der Ostdeutschen EM und der 8.Platz vom Marcus Socha auf der DEM in Duisburg herausragten.

 

Irgendwann im Herbst wechselten wir dann unsere Clubräume und wir zogen nach Borussia 06 Hildesheim. Dort geht der Bericht dann weiter Besiegelt