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Kategorie: Historie

WaldquellenzeitNach dem Krieg oder der Gefangenschaft fand man wieder zusammen und 1948 stand wieder, eine noch größere, Liga am Spieltisch. Das Tischfußballspiel wurde rasanter und ausgefeilter denn nun wurden die Schussbeine der kleinen Kicker mit der Feile behandelt. Man konnte die verschiedensten Effekte erzielen: flache Scharfschüsse, weiche "Heber" über die gegnerische Abwehr oder Drehschüsse für die direkte Ecke und vieles mehr. Deshalb fanden immer mehr Bekannte gefallen an unserem Sportspiel, dass ein steigendes Maß an Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Reaktion und Ausdauer erforderte, bis die private Junggesellenbude zu eng wurde. Wir übersiedelten in das Clubzimmer der Gaststätte "Waldquelle". 1951. Neue Spieltische wurden gefertigt, ein Vorstand gewählt, eine Vereinskasse angelegt, Vereinsfahne angeschafft und "Tipp-Kick-Hurra" wurde unser Schlachtruf. Wir jungen Männer hatten inzwischen Freundinnen oder Ehefrauen, liessen uns aber von den regelmäßigen Spielabenden nicht abhalten. Also kamen die Frauen mit. Geselligkeit wurde in unserer Gemeinschaft sehr gepflegt, erst das macht ein Verein aus.

Etwa 30 Aktive zählte unsere TFG´38, als wir Ende 1952 beschlossen, in der Öffentlichkeit durch Zeitungen und Rundfunk "unser" Sportspiel bekanntzumachen. Wir wollten andere - vor allem Jüngere - animieren, unserem Hobby zu frönen oder unseren Club zu verstärken.Die Tageszeitungen kamen und der damalige NWDR schickte Kurt Schottstädt mit Team, das am 16.10.1952 die erste Repotage vom Tischfußball über die Ätherwellen schickte, aus Hildesheims "Waldquelle".

 

DEM 1959Durch diese Rundfunksendung bekamen wir Verbindung mit einem Tipp-Kick-Club, der sich ähnlich wie wir, 1950 gebildet hatte. Aus dieser Überraschung folgte dann, nach Koordinierung, Ende 1953 das erste Club-Vergleichsturnier mit "Rot-Weiß Osnabrück". Der zum Sportspiele-Hersteller Peter Mieg hergestellte Kontakt (er ahnte bis dahin von Clubexistenzen nichts) und Ausstellungen von Bildern unseres Spielgeschehens auf der Spiele Messe in Nürnberg, sowie eine weitere Rundfunksendung, brachte mehr und mehr Interessenten für diese Hobbybewegung zusammen. Ab 1954 ging die TFG mit 4er-Mannschaften auf Reisen, um durch Freundschaftsspielen in anderen Städten Gleichgesinnte zu begeistern und weitere Clubgründungen zu födern. Die Lawine die wir losgetreten hatten, die rollte!

Nach verschiedenen Initiativen und Koordinierungsbemühungen mit anderen Clubs, wie mit dem Tipp-Kick-Hersteller Mieg (er übernahm einige Anregungen in sein Lieferprogramm, legte den Spielen Clubadressen bei und stiftete einen Pokal), stieg im September 1959 in Duisburg die 1. Deutsche Tipp-Kick-Meistersachaft. Zu diesem Turnier wurden Turniertische mit Filzbezug und neu entwickelte bewegliche Torhüter Bedingung. Für unsere Mannschaft eine gewaltige Umstellung, die intensives Training auf die neuen Gegebenheiten erforderte. Die TFG´38 stellte unter 40 Teilnehmern mit Manfred Wilksch den ersten Deutschen Meister und belegte auch die Plätze 2 und 3. Die Werbung für unser Hobby wurde auf dieser Veranstaltung durch das Hafenkonzert und der Wochenschau wirkungsvoll.

Bei der zweiten Deutschen Meisterschaft 1961 in Frankfurt kam Hans-Wilhelm Springmann von unserem Team ins Endspiel und verpasste den Titel nur knapp. Theo Eggers wurde 7.