Tipp Kick SpielDas ist das bisher einmalige Jubiläum einer Spielgemeinschaft, die sich dem Geschicklichkeits- und Sportspiel "Tipp-Kick" verschrieben hat und den Beginn einer großen Hobbybewegung.

Es fing damit an, dass fünf fußballbegeisterte Jungen (11-14 Jahre alt) dieses Spiel im Frühjahr 1938 kennenlernten und nach ihren eigenen Ideen gestalten wollten.

Tipp-Kick wurde bereits 1924 von dem enthusiatischen Fußball-Anhänger Carl Mayer in Stuttagrt erfunden und zum Patent angemeldet. Nach Misslingen eines ersten Versuchs zur Herstellung in eigener Regie (Figuren aus bedrucktem Blech), bot Mayer sein Patent zum Kauf an.

Edwin Mieg, seinerzeit Exportkaufmann in einer Schwenninger Uhrenfabrik, kaufte es. Die Spielfiguren wurden verbessert, erst in Blei und dann in Zink hergestellt. Der Torwart auch Guss war starr, der Ball ein gelbroter Preßkorkwürfel. Gespielt wurde auf zusammenrollbarer Stoffecke mit Drahttoren.

Unsere Jungen - Herbert Ernst, Jörn friedrich, Karl-Heinz Jürgens, Hermann Rohde und Günter Thielemann - bastelten sich aus einem weißgescheuerten Tisch ein "Stadion" mit der Spielfläche im Maßstab 1:100 zum Fußballplatz. Zu ihren Spielen mit eigener Spielregel liefen sie als: Hannover 96, Schalke 04, Dresdner SC, 1.FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf auf. Es waren die Namen, die damals hoch im Kurs standen. Zudem heitze die Endrunde der Deutschen Fußballmeisterschaft, sowie die Fußball-Weltmeisterschaft gehörig an.

Wie die großen Vorbilder in der Fußball-Geschichte wollen wir Meisterschaften und Pokalspiele. Und weil wir Deutsche sind, gründen wir ein Verein. Wir nennen uns TFG 38, schaffen uns ein gelb-rotes Enblem (das Spiel hat gelbe und rote Mannschaften; außerdem sind es unsere Stadtfarben), flankiert von zwei Kampfhähnen. Ein Hahn wird deshalb unser Maskottchen, weil ihm soviel furchtlose kämpferische Lust und Kraft, Übersicht und Wachsamkeit und alles, was wir uns wünschen, durch die Mythen verliehen wurde. Bald kam auch eine Clubzeitung "Kickeriki" dazu. Weitere Freunde schlossen sich uns an und gerade fünf realtiv unbeschwerte Jahre blieben uns für unsere Punkt- und Pokalspiele (der erste Pokal entstand aus einem Tischbein). Alle Ergebnisse wurde registriert und blieben für spätere Zeiten erhalten. Dann holte uns der Krieg . . .