Als in der Saison 1983/84 die TFG ohne Punktgewinn aus der 1,Bundesliga abgestiegen war, war die Vormachtstellung der TFG zu Ende. Auch das "Haus der Jugend" hatte immer öfter mal geschlossen, so dass in dieser kritischen Phase Rudi Fink wieder das Ruder der TFG übernahm. Auch Pohldi Rohde stand dem Verein wider zur Verfügung. Nachdem das "Haus der Jugend" immer öfter zu blieb, wechselten wie in die Gaststätte "Zum Osterberg" in Himmelsthür. Doch die Randlage und die Altersbesetzung der TFG ließen keinen langen Verbleib zu.

In dieser Lage wurde eine zunächst verrückte Idee geboren. Schon vor uns hatten wenige Tipp-Kick-Vereine einige Räume gemietet und mit einem meist kleinen Mitgliederstamm darin gespielt. Nun ging diese Idee auch bei der TFG rum, aber wie sollte ein Mitgliederstarker Verein diese geeigneten Räume finden. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen fand "Poldi" in der Nordstadt, direkt an der Ohlendorfer Brücke, einen leerstehenden Laden. Bei der ersten Besichtigung erschien der Raum groß genug. Nur die Kosten schreckten uns: 300 DM Miete plus Energiekosten. Mit beispielosen Engagement sprang nun "Poldi" in die Bresche. Er und Rudi Fink bemühten sich zudem, ehemalige Mitglieder zur Gründung eines Förderkreises zu bewegen, der der TFG das spielen im eigenen Vereinsheim ermöglichte. Zwar erwiesen sich erste Vorstellungen als zu optimistisch, doch immerhin kam einiges an Spenden zusammen. Der Beitrag der Aktiven wurde drastisch erhöht und weitere Einnahmen kamen aus dem Verkauf von Getränken. Die Rechnung ging auf und der Getränkeumsatz lief auf Hochtouren.

Es war ein Glück, dass gerade im Krisenjahr 1985 zahlreiche neue Mitglieder zur TFG gestoßen waren. Das eigene Clubheim ließ schnell die Spielfreunde wiederkehren. Begeisterrt wurde rund um die Uhr Tipp-Kick gespielt und eine Schülerliga ins Leben gerufen. Der Spielbetrieb nahm gewaltige Formen an, aber nicht alle Träume gingen in Erfüllung. Einge Mitglieder konnten mit den Räumlichkeiten nicht umgehen, so sahen die Werbeflächen in den Schaufenstern erschreckend aus und der Alltag kehrte schnell ein. Die 38er mobilisierten alle Kräfte, um wieder in die Bundesliga zurück zu kehren. Uwe Ritter und Norbert Fricke stellten sich nochmals zu Verfügung und bildeten mit Rudi und Michael Fink ein erfolgreiches Team. Besonders das TFG-Center an der Ohlendorfer Brücke mit seinen anfeuernden Fans bildete eine Festung. In der Aufstiegsrunde konnte sogar schon zwei Nachwuchsspieler Stephan Grote und Sascha Wiesen eingesetzt werden. Dort spielten sie mit Dieter Mönnig und Michael Fink und setzten sich souverän durch.

Zu den beiden Nachwuchsspielern kamen noch Jörg Rosenthal und José Manuel in der kommenden Bundesligasaison hinzu. Nach guten Ansätzen konnten die Vier in der Bundesliga leider nicht mithalten, der Umbruch war einfach zu radikal. In den nächsten Jahren standen dann Starteams wie Rotgold Quickborn oder BFG Steglitz Berlin vor uns in der 2.Liga. Im Jubiläumsjahr wurde der Aufstieg in die Bundesliga wieder geschafft. Zu gute kam, dass ein Streit beim Lokalrivalen Drispenstedt, Jens Foit, letzte Saison bester Bundesligaspieler, zur TFG kam. Auch Sascha Wiesen und Dirk Sander kehrten zu uns zurück.

Nun stand 1988 die große Jubiläumsfeier an, Rudi Fink und Poldi Rohde organisierten in der Gaststätte "Zum Osterberg" eine fantastische Feier mit Turnier und Abends ein gemütliches Essen (über 100 Personen). Zm Turnier kamen viele umliegende Vereine, wie Medo Hannover, Düdinghausen, Göttingen, Peine, Hambühren usw. Im Endspiel gewann der peine Frank Reuter gegen Jörn Loose und Jens Foit aus Hildesheim. Bei den Senioren die auch ein wenig "kickten" war wieder einmal Michael Fink der Dieter Mönnig im Finale bezwingen konnte. Die Ansprache hielt Rudi und Pohldi, danach kamen alle 5 Gründungsmitglieder nach vorne, nun wurde die TFG-Hymne gespielt. Der Applaus war groß, obwohl alle schon sehnlichst auf das Kalte Buffet warteten.

Schon einige Monate vorher wurde auch im Verein der Generationswechsel vollbracht. In einer Vereinssitzung wurde beschlossen, dass Jens Foit und Thomas Lachnitt die Verantwortung für die Räumlichkeiten übernahmen. So wurde Jens zum Vorsitzenden der TFG gewählt und Thomas zum Schatzmeister ernannt.

In den Anfangsjahren des Vereinsheimes kamens sehr viele junge talentierte Spieler zu uns, so dass in der spielerischen Breite die TFG wieder stark dabei ist. In der Saison 1988/89 spielen eine Mannschaft in der 1.Bundesliga, 2 Mannschaften in der 2.Bundesliga eine in der Oberliga und eine in der Verbandsliga, obwohl einige TFG´er 1988 aufgehört haben. Einige andere bildeten den Verein Rotor Hildesheim (Huch, Schieferdecker, Zech . . .) und dadurch hatte die TFG über 10 Mitglieder auf einmal weniger. Auch in der Kasse waren nur Schulden, mehr als 2000 DM hatte der Verein an Schulden. Glücklicherweise halfen ehemalige TFG´er beim alljährlichen Preisskat aus der finanziellen Misere. Besondere Dank gilt da Poldi Rohde, der uns besonders gut unterstützt hat.

Die erste Vereinsmeisterschaft konnte sich Michael Fink im Vereinsheim sichern, das war 1985. In den nächsten zwei Jahren war Jörn Loose der konstanteste und sicherte sich 1986 + 87 die Vereinsmeisterschaft. Im Jubiläumsjahr war es Jens Foit vergönnt diesen Titel zu gewinnen. Auch wurden sehr viele Pokale im Vereinsheim ausgespielt. Den Hildesia-Pokal 1985 gewann José Manuel, 86 Ingo Blumenthal, 87 Sascha Wiesen und 88 Jens Foit.

In der Saison 1988/89 startet die 1.Mannschaft nicht sehr glücklich in die Bundesliga. Das erste Spiel in Berlin beim amtierenden Meister aus Rehberge verloren wir unglücklich nach 10-6 Führung noch mit 14-18. Das erste Heimspielt brachte dann ein 16-16 gegen Düdinghausen. Die Mannschaft wurde immer sicherer und kam am Ende der Saison auf Platz 6 mit 11-9 Punkten. Unsere 2. + 3.Manschaft spielte ind er 2.Bundesliga Nordost. Diese Mannschaften waren weniger nach der Stärke aufgestellt, daher tummelten sie sich im unteren Mittelfeld. Da die Liga verkleinert wurde, musste sogar die 2.Mannschaft in die Relegation und stieg dann unglücklicherweise ab.

Der interne Spielbetrieb lief in zwei Ligen mit jeweils 10 Spielern ab. Das Niveau erreichte wieder Spitzenklasse, vor allem durch den Wechsel von Jens Foit und Sascha aus Drispenstedt und den immer stärker aufspielenden Marcus Socha. Das Vereinsheim in der Ohlendorfer Straße diente neben seiner Funktion als Trainingsort auch als Freizeittreff und das auch für Nich-Tipp-Kicker.

Im Jahr 1989 zeigte, dass es mit der geringeren Mitgliederzahl nicht einfach war, dass Vereinsheim zu finanzieren. Dies machte eine Beitragserhöhung unumgänglich, obwohl es am Verzehr (vor allem Bier) nicht gelegen haben kann. Die Mitgliederzahl lag bei etwas mehr als 10 Mann. Wichtig für war, dass damals in dieser Zeit 5 Jerzer im Zeitraum von Mitte 89 - Mitte 91 mitkickten. Ansonsten wäre das Vereinsheim nicht haltbar gewesen. Der endgültige Endschluss kam dann Ende 1991 das Vereinsheim aufzugeben, da das Risikio für Thomas und Jens zu groß wurde. Immerhin lag die Kündigungsfrist bei einem halben Jahr.

Jetzt wieder zum Tipp-Kick Geschehen. Die Jahresmeisterschaften gingen in den Jahren 1988 + 1989 an Jens Foit, der 1989 sogar das Doubke schaffte und den Hildesia-Pokal auch gewinnen konnte. In der Serie IV/89 wurde in 18 Mann Liga beschlossen im nächsten wieder auf 2.Ligen umzusteigen. Die besten 10 der Meisterschaft qualifizierten sich hierfür. Auch auf Turnieren waren wir sehr erfolgreich. 1988 gewann Jens den Steinhuder-Meer-Pokal und wurde im selben Jahr 2. auf der Norddeutschen EM. 1989 spielte Sascha sein bestes Turnierjahr und gewann gleich drei Turniere. Es waren die Norddeutsche EM, Berliner Pokalmeisterschaft und den Eulenspielgelpokal in Schöppenstedt. Ansonsten kamen noch gute Platzierungen dazu.

Für die Saison 1989/90 stellte die TFG noch 3 Mannschaften. Die 1.Mannschaft spielte sehr launisch und verspielte die große Chance auf den Meistertitel. Im nachhinein wirklich dämlich von uns Vier (Foit, Manuel, Socha und Wiesen). Das erste Spiel gewann die 1.Mannschaft gegen den Favoriten aus Quickborn/Hamburg. Einen Tag später kamen Rehberge Berlin I + II zu uns. In diesen Spielen waren wir der Favorit und prompt verloren wir beide Spiele. Danach kamen Siege gegen Düdinghausen und Menden. Dann das Highlight der Saison. Die TFG musste beim amtierenden Meister Drispenstedt antreten und wir zerlegten das Team. Wir gewannen mit 22-10 Punkten. Dann wieder ein wichtiges Spiel . . . wir hätten trotzdem noch Meister werden können. Am Vatertag-Donnerstag spielten wir gegen Waltrop (am Ende waren dei Zweiter) und Sascha war schon morgens bei und meinte er macht einen leichten Umtrunk.

Sascha leicht angetrunken, Marcus Socha eingeschnappt verloren wird das Spiel mit 15-17 Punkten. Am Ende der saison hatten wir 10-8 Punkte und es war viiiieeel mehr drin. Zum Trost gewannen wir wenigstens das Ostalb-Mannschadftsturnier. Wie stark die TFG damals war zeigt der Aufstieg der 2. Mannschaft in die Bundesliga mit dem Team Loose, Dembny, Rosenthal und Lachnitt wurden sie knapp Erster vor Peine I. Bester Spieler der Liga war Jörn Loose. Unsere 3.Mannschaft spielte solide in der Oberliga Niedersachsen mit.

 

 Die 1990/91 war sehr chaotisch. Wir stellten wieder 3 Teams. 2 in der Bundesliga und ein Team in der Oberliga Niedersachsen. Heute muss ich sagen, wir haben einige Fehler in der Aufstellung gemacht. Wir haben die 1. Mannschaft als 2.Mannschaft angemeldet und ungekehrt. Wie ihr alle wißt, muss das interne Spiel zuerst ausgestragen werden. Dann hatten wir ein Heimspiel gegen Hirschlanden und wollten eigentlich am Freitagabend oder Samstag vorher das interne Spiel austragen. Aber an beiden Möglichkeiten konnten nicht alle. So wurden am Freitag 3 Spiele mit Jörn Loose ausgetragen, am Samstag 12 Spiele und am Sonntag 1 Spiel. Ausserdem spielte am Freitag Marcus Socha gegen Jörn musste dann aber rausgenommen werden, weil erd ann nicht mehr auffindbar wahr. Marcus spielte übrigens Remis gegen Jörn. Eingesprungen ist dann sein Bruder Uwe . . .  der auf 2-6 Punkte kam. Das Spiel gewann dann die 1.Mannschaft (eigentlich die 2.Mannschaft) mit 17-15 Punkten und so war von Anfang an Stress in der Saison.

Es kam dann genau so wie kommen musste. Wir hatten zwei Auswärtsspiele in Bonn und Kaiserslautern/Büdingen auswärts. Der Termin war lange geplant und Marcus Socha war nicht zu erreichen.  So sind wir mit Detlef Rosenthal in den Süden gefahren. Detlef holte keinen Punkt, aber José, jens und Sascha spielten alle drei Klasse und gewannen die beiden Spiele. Am Ende der Saison belegten wir die Plätze 5 + 6 also im Niemandsland. Es war ein verlorenens Jahr. Im Pokal verloren wir erst im Endspiel gegen Preußen Waltrop in Peine, dass aber deutlich.

Genauso Chaotisch ging es dann bei der TFG weiter. 1991 war Deutsche Einzelmeisterschaft in Aalen (Wasseralfingen). Aber auf der DEM waren die TFG ´er sehr erfolgreich. José Manuel wurde guter 17. und Sascha Wiesen kam sogar ins Endspiel und verlor leider verdient gegen Oliver Hahne.

Wir hatten in der Saison 1991/92 nur noch 2 Teams gemeldet, beide in der Bundesliga. Die Nordstädter wollte unbedingt ein Nordstadtteam, mit Manuel, Heymanns, Dembny und M.Socha. Das zweite Team war so aufgestellt. Foit, Lachnitt, Sander, Wiesen und Schwarzbach. Tja, was soll ich sagen  . . . Marcus Socha spielte schon Drispenstedt und Sascha Wiesen meinte nach der Endpielniederlage erstmal kein Tipp-Kick spielen zu wollen. Da dachte ich nur, rosige Aussichten für die neue Saison und das beste draus machen. Das interne Spiel gewann TFG I gegen TFG II mit Uwe Socha für Marcus Socha und ich wußte da schon, dass ich alle anderen Spiele für die 1. Mannschaft spielen würde.

Uwe Socha verlies uns kurz darauf auch nach Drispenstedt, was auch nicht so schlimm war, da Uwe kein zuverlässiger Akteur war. So wurde die Termine für die 1.Manschaft nach hinten gelegt und ich zog noch vier Spiele vor, bevor ich dann das 2.Spiel für die 1.Mannschaft bestritt. Im nachhinein eine gute Sache und ich (Jens Foit) holte für 1.Mannschaft 48-16 Punkte und führte das Team als 3.Dritter der Liga in die Play-Offs. Auch im Pokal waren wir im Halbfinale vertreten und die Play-Offs waren in Mainz. Das Halbfinale im Pokal war in Dietzingen bei Stuttgart. Mittlerweile spielte Sascha Wiesen wieder mit und er durfte an beiden Ereignissen teilnehmen. Im Pokal gegen Hirschlanden II spielten wir etwas unglücklich und verloren das Spiel 14-18 Punkten. Dann fuhren wir nach Mainz und spielten am nächsten Tag gegen den 2. der Meisterschaft, den TFB Drispenstedt. Mit dem Team Foit, Wiesen, Manuel und Heymanns. Wir fingen furios an und führten zur Halbzeit mit 10-6 Punkten. Leider hatten die Drispenstedt an Ende die besseren Nerven und zogen so erwartet ins Finale ein. Das Spiel ging 14-18 Punkten verloren.

Im Sommer 1992 räumten wir das Vereinsheim nach sieben Jahren in der Ohlendorffer Straße. Es war eine schöne Zeit dort. Wir mussten einen Bully mieten, um den ganzen Müll verstauen zu können. Es waren etwas mehr als eine Tonne (1.000 kg) Müll, den wir dann abtransportiert haben. Die Kosten auf der Mülldeponie lagen bei 100,- DM. Die Aufräumarbeiten gingen sehr schnell und alle haben geholfen. Am Ende gingen Thomas Lachnitt und Jens Foit mit "Plus Minus Null" aus der Sache raus.