Traditionell finden über Ostern (Samstag und Sonntag) die Berliner Pokalmeisterschaft und die Ostdeutsche Einzelmeisterschaft statt. Organisator ist Celtic Berlin, die seit einigen Jahren  wohl besten Turniere in Deutschland veranstalten. Die Platten sind im super Zustand und alle Platten sind gleich, die Räumlichkeiten sowie der Essbereich sind sehr gut.

Am Samstag geht es mit der Berliner Pokalmeisterschaft los. Seit 2004 wird die Berliner Pokalmeisterschaft einen Tag vor der Ostdeutschen Einzelmeisterschaft ausgetragen. Früher wurde meistens der Spree-Cup (Mannschaftsturnier) vor der Ostdeutschen Einzelmeisterschaft ausgespielt. Am Ostersamstag gingen dann 99 Teilnehmer aus ganz Deutschland an den Start. Der einizige Hildesheimer war Jens Foit, der mit Family ein verlängertes Wochenende in Berlin verbrachte. Seit einigen Jahren werden größere Turniere (Sektionsmeisterschaften) in 5 Runden-System gespielt. Der Vorteil dabei ist, dass auch etwas schlechtere Spieler mehr Spiele oder Runden spielen können, aber der große Nachteil ist, das Turnier geht oft bis Mitternacht.

So hat Celtic Berlin zum erstenmal eine Zeitbegrenzung zwischen den Spielpausen und der Halbzeitpause eingelegt. In der Halbzeit lief die Uhr rückwärts im 30 Sekunden Takt und zwischen den Spielen in 90 Sekunden Takt . Man konnte die Zeit auf einer großen Leinwand genau beobachten, so dass jeder Spieler wußte, wieviel Zeit habe ich noch. Dieses neue System klappte hervorragend und es wurde ca 2 Stunden (das Endspiel war an beiden Tagen um 22 Uhr) eingespart.

So, jetzt einiges zu den Turniere an sich. In den ersten drei Runden gab es nicht viel erwähnenswertes zu berichten, außer vielleicht das Oliver Schell 4:0 gegen Jens geführt hatte und noch 6:4 verloren hatte. Ich glaube das hat ihn schon gewurmt, aber es ging nicht mehr ums weiterkommen. Die 4.Runde war dagegen sehr dramatisch. Es war eine 6er-Gruppe und Drei kamen weiter. Im ersten Spiel konnte Jens gegen Merke (Hirschlanden) gewinnen, der an Nummer 3 gesetzt war. Dann ein weiterer Sieg gegen Pfaff (früher Grote) und ein Remis gegen Kaus (Frankfurt) brachte mich in eine gute Lage. Dann aber ein hohe unerwartete Niederlage gegen Pockrandt (Leck früher bei Celtic). So war dann die Konstellation, das ich 5-3 Punkte hatte und mein Gegener Mozelewski aus Celtic auch. Im anderen Spiel hatte Merke und Pockrandt jeweils 6-2 Punkte. Ein Remis würde nur dann reichen, wenn Merke nicht gewinnt, aber alles kam anders. Merke gewann und ich spielte 3:3, so dass ich leider mit 6-4 Punkten den sicheren 13.Platz des Turniers belegte. Der Sieger des Turniers war Andreas Pockandt, von Wiking Leck in Finale gegen Norman Koch aus Lübeck.

Am Ostersonntag ging es morgens um 9 Uhr weiter. Thomas Lachnitt ist extra einen Tag eher aus seinem Urlaub gekommen, um mit seinem Sohn Tim an dem Turnier teilnehmen zu können. Also gingen bei der Ostdeutschen Einzelmeisterschaft 6 TFG´er an den Start. Insgesamt waren es 107 Teilnehmer.

Leider traf es schon einige in der 1.Runde. Marco Altmann ist im direkten Vergleich gegen Sager (Grönwohld) bei 3-7 Punkten um ein Tor ausgeschieden und belegte am Ende den 80.Platz. Tim dagegen hatte Glück, die letzten drei Spieler hatten alle 3-7 Punkte und er war der Beste im direkten Vergleich und kam in die 2.Runde.  Daniel + Angelo Otto sind dagegen deutlich in ihrer Gruppe mit 2-8 bzw. 1.9 Punkten ausgeschieden. Am Ende belegte er den 85. bzw. 99. Platz. In der 2.Runde wurden die Gruppen auch deutlich stärker. Thomas hatte eine sehr ausgeglichene Gruppe erwischt und begann sehr stakr mit 4-0 Punkten. Ein Pünktchen musste er aber noch holen, um das weiterkommen zu sichern. Das gelang aber nicht und er verlor sein entscheidenes Spiel gegen Poetsch (Hirschlanden) mit 3:4 und schied im direkten Vergleich gegen den ehemaligen TFG´er Oliver Reupke (Oyten) aus. Am Ende war es Platz 50. Tim hatte in seiner Gruppe keine Chance und schied mit 0-10 Punkten aus und belegte den 69.Platz.

In der dritten Runde ging es dann schon richtig zur Sache, Jens erwischte eine sehr unangenehme Gruppe und verlor ausgerechnet gegen Härterich (Hirschlanden). Nach Siegen gegen Marquardt (Berlin) 4:1 und Merke (Hirschlanden) 3:1 hatte ich dann 6-2 Punkte und leider reichte das nicht um weiter zu kommen. Im letzte Gruppenspiel mußte ich dann gegen Lange (früher Kazmircak/Hirschlanden) ran. Er war schon weiter und kämpfte für seinen Vereinkameraden Härterich. Aber ich zeigte eine starke Leistung und gewann sicher mit 5:3.

Die 4.Runde begann sehr schlecht und nach zwei Niederlagen gegen Merke (Hirschlanden) und Kaus (Frankfurt) bestellte ich mein erstes Bier und dachte egal alles oder nichts jetzt spielen. Das dritte Spiel lief recht unglücklich und am Ende stand ein 4:4 gegen den Hannoveraner Overesch zu buche. Ich schaute auf die Tabelle und sah das der Zweite auch erst 3-3 Punkte hatte. So siegte ich im nächsten Spiel gegen Gätje (Atletico Hamburg) und wußte dann, wenn ich das letzte Spiel gegen Reupke (Oyten) gewinnen würde, bin ich durch. Und so kam es dann auch. In einem spannenden Spiel bei 1:2 Rückstand zur Halbzeit gewann ich das Spiele sicher mit 5:2 Toren und zog in die Endrunde ein. Ich war dann sogar mit 5-5 Punkte Gruppenzweiter und Oliver Reupke kam mit 4-6 Punkten auch in die Endrunde, was er aber vorher nicht wußte.

Die Endrunde ist schnell erzählt. Ich hatte schon einige Bierchen getrunken und habe so eine lockere Endrunde gespielt und am Ende 3-7 Punkte gesammelt. Bemerkenswert war der Sieg über Tuma (Erlangen) mit 10:8 Toren. So kam dann der 10.Platz bei der Ostedeutschen Einzelmeisterschaft raus. Im Endspiel stand Norman Koch gegen Oliver Schell beide Lübeck und Norman gewann knapp den Cup.